Beruf verfehlt

Im Februar und März 2008 habe ich versucht Hilfe zu bekommen, Hilfe vom Jugendamt, Hilfe vom Gericht und letztendlich Hilfe von der Verfahrenspflegerin, die sich hochtrabend "Anwältin der Kinder" nennt.

Wenn diese Dame wirklich das Kindeswohl im Auge gehabt hätte, hätte sie mir erlaubt mit den Kindern in eine Wohnung zu ziehen in der es warmes Wasser und eine Heizung gibt. Wenigstens bis das Aufenthaltsbestimmungsrecht geklärt ist. Mein Ex-Mann hat sich geweigert Heizöl zu bestellen, das Geld hat er nämlich anderweitig ausgegeben. Bedauerlich daß vor Gericht nicht zählt wer es wirklich gut meint.

Stattdessen bekam ich zu hören: Ihr Exmann macht sie überall schlecht, sorgen sie dafür daß sie das Gegenteil beweisen können. Dann kann ich dafür sorgen daß sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommen und ausziehen können. Sollten sie aber alleine ausziehen wird das vor Gericht einen schlechten Eindruck machen, eine Mutter die Ihre Kinder verläßt bekommt sie nicht zugesprochen.

O.K. abends Heizlüfter an, tagsüber bei Freunden bleiben und durch.

Der Sohn bekam eine Mandelentzündung und die Tochter einen Blasenkatarrh. Toll, der Amtsschimmel hat gewiehert.

27.7.11 13:41, kommentieren

Werbung


Manchmal werden Wünsche wahr

Januar 2008

 "Ich wünsche ihm daß er eine richtige Hexe bekommt, damit er mal weiß was er an mir hatte !!!"

 März 2008

Wir sitzen bei meiner besten Freundin auf der Couch, plötzlich meldet sich das Handy meines Sohnes. Er fummelt rum, schreibt eine SMS zurück, und ich versuche natürlich einen Blick auf das Display zu erhaschen. Dort steht : HEXE.

"Du, wer ist denn Hexe ?"

" Das ist Papas Freundin, so nennt sie jeder !"

 

Aha.....

 

 

 

 

27.7.11 13:01, kommentieren

Beweismaterial

Diese Begebenheit sortiere ich unter Kraft der Wünsche ein, da ich in vom formatierten PC Daten beschaffen sollte, die beweisen können daß mein Ex-Mann nicht der Brave war für den er sich ausgegeben hat. Ich mußte mich vor Gericht entlasten. Wie sollte ich das nur schaffen ? Ohne Geld ?

Also ging ich ins Netz und suchte in dem Forum in dem ich mich angemeldet hatte.

Dort bekam ich unerwartet Hilfe:

von einem Computerspezialiten und einem Programmierer:

Der Computerspezialist ließ verschiedene Programme die gelöschte Festplatte durchsuchen, bis endlich ein paar verwertbare Daten gefunden wurden.

Da ich diese drucken mußte und der Treiber nicht installiert war, und ich keine Ahnung hatte, ging ich wieder ins Forum, und siehe da, ein "alter" Bekannter war in dem Moment auf meiner Freundesliste online ! Er war Monate lang nicht anwesend weil er eine neue Freundin hatte, einen Abend zuvor war Schluß und er versuchte sich ein bisschen die Zeit im Forum zu vertreiben. Mein Glück: er half mir telefonisch den Drucker zu installieren.

Als der Gerichtstermin für das Aufenthaltsbestimmungsrecht stand, hatte ich alle Unterlagen zusammen und konnte diese der Verfahrenspflegerin vorlegen.

 Ich wünsche meinen beiden Bekannten alles Gute für Ihren weiteren Lebensweg, sie haben mir so sehr geholfen.

.


 

 

 

 

27.7.11 13:37, kommentieren

Ab Heute beginnt ein neues Leben

27. Juli 2011

Wie soll man bloß anfangen ?

Ganz einfach: der Name unbekanntverzogen ist aus dem "Nichts" entstanden. Und zwar, weil er alles symbolisiert was vorher war.

Heute erheitert mich der Gedanke, wie mein Ex-Mann, der Erzeuger meiner Kinder, versucht hat mich überall unmöglich zu machen.

Das letzte Mal als er das versucht hat liegt eine Woche zurück.

Der Papa hat seine Tochter bereits zweimal an der neuen Wohnadresse abgeholt, leider kommen seine Briefe und Päckchen nicht bei uns an. Das liegt wahrscheinlich daran daß er die falsche Adresse benutzt.

 Weil er aber nie im Unrecht ist, sondern nur die böse Ex-Frau und wir seiner Meinung nach "unbekannt verzogen" seien, hat er sich etwas Feines ausgedacht: Er sendet jetzt alles zum Opa, und dieser leitet es an uns weiter.

Geheimtip: auf dem Bürgemeisteramt kann Mann für 7,50 Euro die Adresse bekommen. Da er mich bereits mehr gekostet hat als die paar Kröten und ich ihn zurückärgern möchte werde ich ihm das bestimmt nicht weitererzählen.

 

 

 

 

 

 

 

 

27.7.11 11:59, kommentieren

Rückblick

03. November 2007 bis 26. Juli 2011

Dieses Gefühl kennt bestimmt jede sitzengelassene Mutter:
Der Mann lacht sich eine Neue an, am besten auf einer ziemlich freizügigen Seite im Internet, versucht dann zusammen mit der faulen Schnecke DEINE Kinder zu bekommen und will auch noch Unterhalt.

Aber Stop, nicht mit mir. Zwar habe ich gekämpft, aber dennoch verloren. Und zwar meinen Sohn. Dieser lebt nicht bei meiner Tochter und mir und meinem Lebensgefährten, er wurde sozusagen "instrumentalisiert". Ihm wurde solche Angst vor einem Wohnortwechsel gemacht daß die sogenannte "Verfahrenspflegerin" der Familienrichterin empfahl die Geschwister zu trennen.

Übrigens: diese Seite dient für mich dazu die traumatischen Erlebnisse der letzten drei Jahre zu verarbeiten. Trotz psychotherapeutischer Unterstützung, Rückhalt von Familie und Freunden bin ich noch nicht darüber hinweg was uns angetan wurde.

Da ich von meinem Anwalt und dem Therapeuten weiß daß mein Lebenslauf kein Einzelfall ist, hat mir dies Mut gemacht öffentlich dazu zu stehen. Für die Vergangenheit, meine Naivität und die daraus resultierenden Schwierigkeiten werde ich mich nicht mehr schämen. Trotzdem werde ich diesen Blog nicht mit Bildern und Namen untermalen, da die Welt klein ist und andere Unbeteiligte geschützt werden müssen.

Dies ist keine Abrechnung, sondern ein Tagebuch, welches zur Aufarbeitung rückwirkend geschrieben wird.

Natürlich könnte ich dies auch nicht-öffentlich auf meinem PC schreiben, aber vielleicht kann jemand Kraft daraus schöpfen oder steht vor ähnlichen Problemen und ist froh wenn es jemanden gibt der auch diese Erfahrungen gemacht hat.

Durch die Erlebnisse wurde mein Glauben gestärkt, wenn eine Tür zuschlägt geht irgendwo ein neues Fenster auf. Wunder sind geschehen und vielleicht helfen meine Erzählungen einer anderen in einer scheinbar ausweglosen Situation befindlichen Person weiter.

Ich möchte jeder Frau, die alleinerziehend ist und KEINEN Unterhalt bekommt Mut machen, nicht nur mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen sondern auch, diese zu bewegen.

 

1 Kommentar 27.7.11 12:04, kommentieren